Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 19. August 2026. Anbieter ist die BrickUp GmbH, Großer Burstah 36, 20457 Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 190193, vertreten durch die Geschäftsführer Sebastian Philipp Kuch und Raphael Kahle.

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1)Diese Bedingungen gelten für die Überlassung der Software „Pipely“ zur Nutzung über das Internet (Software as a Service) durch die BrickUp GmbH (nachfolgend „Anbieter“) an ihre Kunden.

(2)Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) kommt nicht zustande. Der Kunde sichert bei der Registrierung zu, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.

(3)Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

(4)„Instanz“ bezeichnet den abgegrenzten Datenbestand eines Kunden. Ein Kunde kann mehrere Instanzen unterhalten; jede Instanz wird einzeln abgerechnet. „Platz“ bezeichnet ein Nutzerkonto mit Schreibrechten in einer Instanz.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1)Der Anbieter stellt dem Kunden Pipely für die Vertragslaufzeit über das Internet zur Nutzung bereit und gewährt Speicherplatz für die Daten des Kunden. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Plan in der jeweils auf der Website beschriebenen Fassung.

(2)Eine Überlassung der Software zum dauerhaften Verbleib oder eine Herausgabe des Quellcodes schuldet der Anbieter nicht. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen.

(3)Der Anbieter entwickelt Pipely fortlaufend weiter. Einzelne Funktionen können hinzukommen, verändert oder ersetzt werden, soweit der vertragsgemäße Zweck nicht beeinträchtigt wird. Der Wegfall einer Funktion, die für den gebuchten Plan ausdrücklich zugesagt war, wird mit einer Frist von 30 Tagen angekündigt; der Kunde kann in diesem Fall außerordentlich zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

(4)Pipely erstellt Belege, Rechnungen und elektronische Rechnungen nach den Angaben des Kunden. Der Anbieter schuldet keine steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der erfassten Daten sowie für die Einhaltung steuerlicher Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten bleibt der Kunde verantwortlich.

§ 3 Zustandekommen des Vertrages

(1)Die Darstellung der Pläne auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2)Mit dem Absenden der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines unentgeltlichen Testvertrages nach § 4 ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung der Instanz zustande.

(3)Ein entgeltlicher Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde einen Plan auswählt, ein Zahlungsmittel hinterlegt und den Vorgang kostenpflichtig abschließt. Der Anbieter bestätigt den Vertrag per E-Mail.

§ 4 Testphase

(1)Der Kunde kann Pipely 14 Kalendertage ab Freischaltung der Instanz unentgeltlich und ohne Angabe eines Zahlungsmittels testen. Je Kunde ist die Testphase einmalig.

(2)Hinterlegt der Kunde bis zum Ende der Testphase ein Zahlungsmittel und wählt einen Plan, geht der Testvertrag ohne weiteres Zutun in den gewählten entgeltlichen Vertrag über.

(3)Ohne hinterlegtes Zahlungsmittel entsteht keine Zahlungspflicht. Die Instanz wechselt mit Ablauf der Testphase in den Lesezustand nach § 6 Abs. 4. Es bedarf keiner Kündigung.

(4)Während der Testphase besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit; § 7 Abs. 2 gilt nicht.

§ 5 Preise, Plätze und Zahlung

(1)Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Abgerechnet wird je Instanz, nicht je Kunde.

(2)Derzeit gelten folgende Preise je Instanz und Monat: Starter 19,90 € bei jährlicher und 24,90 € bei monatlicher Zahlung, Pro 39,90 € bei jährlicher und 49,90 € bei monatlicher Zahlung. Beim Jahresplan wird der Jahresbetrag von 238,80 € beziehungsweise 478,80 € im Voraus fällig; er liegt rund 20 % unter der monatlichen Zahlweise.

(3)Im Preis enthalten sind 3 Plätze im Plan Starter und 10 Plätze im Plan Pro. Jeder weitere Platz kostet 5,00 € je Monat. Nutzerkonten mit ausschließlich lesendem Zugriff werden nicht als Platz gezählt.

(4)Wird ein Platz während einer laufenden Abrechnungsperiode hinzugefügt oder entfernt, wird der Unterschiedsbetrag taggenau berechnet und mit der nächsten Rechnung verrechnet. Eine Herabsetzung der Platzzahl wirkt nicht rückwirkend.

(5)Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd. Der Anbieter erhält und speichert keine vollständigen Zahlungsdaten. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt; der Kunde stimmt dem elektronischen Rechnungsversand zu.

(6)Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, kann der Anbieter nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Frist den Zugang nach § 10 beschränken. Gesetzliche Verzugsansprüche bleiben unberührt.

(7)Der Anbieter kann die Preise mit einer Frist von 30 Tagen zum Beginn einer neuen Abrechnungsperiode ändern. Die Änderung wird dem Kunden in Textform mitgeteilt. Der Kunde kann bis zum Wirksamwerden der Änderung außerordentlich kündigen; darauf wird in der Mitteilung hingewiesen. Bereits im Voraus gezahlte Beträge bleiben von einer Erhöhung bis zum Ende der bezahlten Periode unberührt.

§ 6 Laufzeit, Kündigung und Datenausgabe

(1)Der Vertrag läuft je nach gewählter Zahlweise einen Monat oder ein Jahr und verlängert sich jeweils um dieselbe Dauer, wenn er nicht bis zum Ablauf der laufenden Periode gekündigt wird.

(2)Die Kündigung ist jederzeit ohne Frist zum Ende der laufenden Periode möglich, in Textform oder über die Selbstverwaltung in der Anwendung. Eine Erstattung bereits gezahlter Beträge für die laufende Periode erfolgt nicht.

(3)Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiden Seiten unberührt.

(4)Lesezustand: Mit dem Ende des Vertrages bleibt die Instanz 90 Tage lesend zugänglich. In dieser Zeit können keine Daten mehr angelegt oder geändert werden, aber sämtliche Inhalte gelesen und ausgeleitet werden.

(5)Datenausgabe: Der Kunde kann seine Daten jederzeit und auch im Lesezustand selbst ausleiten: Belege als PDF, Kontakte, Unternehmen, Vorgänge und Aufgaben in einem maschinenlesbaren Format sowie die hochgeladenen Dateien. Die Ausgabe ist kostenlos und wird nicht von offenen Zahlungen abhängig gemacht.

(6)Nach Ablauf der 90 Tage werden die Instanz und alle darin gespeicherten Daten einschließlich der Sicherungen gelöscht. Der Anbieter weist 30 Tage und 7 Tage vor der Löschung in Textform darauf hin. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, seinen steuerlichen Aufbewahrungspflichten (§ 147 AO, § 14b UStG) durch rechtzeitige Ausleitung nachzukommen.

§ 7 Leistungen des Anbieters

(1)Der Anbieter betreibt Pipely nach dem anerkannten Stand der Technik und beseitigt Störungen im Rahmen des technisch Möglichen und wirtschaftlich Zumutbaren.

(2)Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel, gemessen am Übergabepunkt zum Internet. Ausgenommen sind Zeiten angekündigter Wartung sowie Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, insbesondere höhere Gewalt und Störungen bei Dritten.

(3)Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und, soweit sie zu Einschränkungen führen, mit angemessener Frist angekündigt.

(4)Der Anbieter erstellt regelmäßig Sicherungen. Diese ersetzen keine eigene Datensicherung des Kunden und begründen keinen Anspruch auf Wiederherstellung eines bestimmten Standes.

(5)Unterstützung leistet der Anbieter per E-Mail an Werktagen. Eine bestimmte Reaktionszeit ist nicht geschuldet.

§ 8 Pflichten des Kunden

(1)Der Kunde hält Zugangsdaten geheim, sichert sie gegen Zugriff Dritter und teilt einen Missbrauchsverdacht unverzüglich mit. Er ist für Handlungen der von ihm angelegten Nutzerkonten verantwortlich.

(2)Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm eingestellten Inhalte frei von Rechten Dritter sind und nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Er unterlässt Handlungen, die den Betrieb beeinträchtigen, insbesondere automatisierte Massenabrufe außerhalb der dafür vorgesehenen Schnittstellen.

(3)Verarbeitet der Kunde personenbezogene Daten in Pipely, ist er dafür Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Er informiert die betroffenen Personen, insbesondere seine Beschäftigten, und schafft die erforderlichen Rechtsgrundlagen.

(4)Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung dieser Pflichten beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1)Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er steht unter pipely-crm.de/avv und geht diesen Bedingungen im Zweifel vor.

(2)Der Anbieter setzt Unterauftragsverarbeiter ein, die in der Datenschutzerklärung benannt sind. Dazu gehört der Einsatz eines Sprachmodells für einzelne Funktionen; welche Inhalte dabei übertragen werden, ist dort beschrieben. Der Kunde stimmt dem Einsatz dieser Unterauftragsverarbeiter zu.

(3)Der Anbieter wertet die Inhalte der Instanzen nicht für eigene Zwecke aus und verwendet sie nicht zum Training von Modellen.

§ 10 Sperrung

(1)Der Anbieter kann den Zugang ganz oder teilweise sperren, wenn ein begründeter Verdacht auf eine erhebliche Vertragsverletzung, auf rechtswidrige Nutzung oder auf eine Gefährdung des Betriebs besteht, oder wenn der Kunde trotz Mahnung mit einem nicht unerheblichen Betrag in Verzug ist.

(2)Die Sperrung wird angekündigt, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist. Der Anspruch auf Vergütung bleibt für die Dauer einer vom Kunden zu vertretenden Sperrung bestehen.

(3)Auch während einer Sperrung bleibt die Ausgabe der Daten nach § 6 Abs. 5 möglich.

§ 11 Haftung

(1)Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2)Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, höchstens auf das im Jahr vor dem Schadensereignis für die betroffene Instanz gezahlte Entgelt.

(3)Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter bei einfacher Fahrlässigkeit nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Sicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung angefallen wäre.

(4)Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Kunden ist damit nicht verbunden.

(5)Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.

§ 12 Rabatte, Gutscheine und Aktionen

(1)Rabatte, Gutscheincodes und Aktionsangebote gelten nur für den angegebenen Zeitraum und Umfang, sind nicht mit anderen Aktionen kombinierbar und werden nicht in bar ausgezahlt.

(2)Nach Ablauf eines Rabatt- oder Aktionszeitraums gilt der reguläre Preis des gebuchten Plans, ohne dass es einer gesonderten Mitteilung bedarf. Auf das Ende eines Aktionszeitraums wird bei der Buchung hingewiesen.

§ 13 Änderung dieser Bedingungen

(1)Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, soweit dies zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage, an höchstrichterliche Rechtsprechung oder an geänderte technische Gegebenheiten erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

(2)Die Änderung wird dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die Änderung als angenommen; darauf wird in der Mitteilung besonders hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1)Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2)Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Hamburg, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3)Der Kunde kann Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen.

(4)Vertragssprache ist Deutsch. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.